ELIMU erhält Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat ELIMU, Verein zur Förderung der Bildung von Kindern und Jugendlichen als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. ELIMU vereint die Schulpartnerschaften zwischen der Grund- und Regionalschule Heikendorf und der Heinrich-Heine-Schule, Gymnasium des Kreises Plön, zu fünf Schulen in Tansania. ELIMU zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigte das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Schwerpunkte

1. Unser Ziel ist es, die nachhaltige Bildung  der Kinder und Jugendlichen in Tansania zu fördern und zu unterstützen, damit sie aus der Abhängigkeit von Gebern heraus kommen und aus eigener Kraft eine lebenswerte Zukunft gestalten können. Dafür hat unsere Partnerschaft die baulichen Voraussetzungen geschaffen, unterstützt die Lehrkräfte mit Unterrichts-ideen, Fortbildungen, Lehr- und Lernmaterial und möchte durch gesunde Ernährung, Trinkwasserzugang und Förderung der kognitiven Fähigkeiten die Schüler stärken.

2. In Deutschland fördern wir nachhaltig die soziale, gesellschaftliche, wirtschaftliche und globale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen, durch die tägliche Präsens der Partnerschaft in den Schulen und der Öffentlichkeit. Wir bauen Vorurteile ab und erhöhen die Akzeptanz gegenüber anderen Kulturen. Kinder und Jugendliche werden für die Probleme armer Länder der Welt sensibilisiert. Außerdem fördern wir die interkulturelle Kommunikation durch Briefkontakte und gegenseitige Besuche.

Aktivitäten zum Erreichen der Ziele

Wir fördern interkulturelle Kompetenz durch Kommunikation zwischen Deutschland  und Tansania, wie  Briefkontakte, e-mails und sms. Grundschüler schreiben Briefe, die ins Englische übersetzt werden und in Tansania dann ins Suaheli.  Später schreiben die Kinder gleich auf Englisch oder nutzen e-mail und sms. Durch diese Art der Kommunikation erfahren die Kinder viel über andere Kulturen, über das Leben ihrer Brieffreunde und lernen das Fremde anzuerkennen. Sie interessieren sich für die Sprache, den Schullalltag und die Lebensweise in Tansania. Dies führt auf Dauer zu höherer Akzeptanz fremder Kulturen und lässt Vorurteile gar nicht erst aufkommen.

Wir fördern die soziale Kompetenz. Die Schüler erfahren am Beispiel Tansanias Zusammenhänge zwischen Bildung und Armut, über die Auswirkungen des Klimawandels, der Abholzung und die Ausmaße der AIDS Problematik. Sie lernen nachhaltig sich für gesellschaftliche, wirtschaftliche, soziale und globale Probleme zu interessieren und Lösungen zu finden. Z.B. Schüler der dritten Klasse basteln etwas und verkaufen es, um mit dem Erlös Milch für die Kinder in Tansania zu kaufen. Schüler verkaufen ihr Spielzeug auf dem Flohmarkt um Geld für einen Wassertank zu sammeln. Schüler des Gymnasiums organisieren einen Weihnachtsmarkt. Die Schüler werden teamfähig und motivieren auch andere.

Emotionale Kompetenz entwickelt sich durch den langen Zeitraum der Partnerschaftsarbeit von der Grundschule bis zum Gymnasium und darüber hinaus. Die Wahrnehmung von Problemen, das Hineindenken und Mitfühlen in Menschen anderer Kulturen wird nachhaltig gefördert. Durch die gegenseitigen Besuche lernen die Schüler ihre Partner in Tansania kennen und schließen Freundschaften. Sie lernen die Gefühle anderer zu erkennen und nicht zu verletzen, sondern die Person so zu akzeptieren wie sie ist. Eine Partnerschaft auf Augenhöhe ist für sie selbstverständlich.