Unsere Partner in Tansania

Die Partnerschulen liegen am Osthang des Kilimanjaros in Tansania. Das Dorf Mrimbo ist eine Streusiedlung und besteht aus ca. 9.300 Einwohner, davon sind rund 4000 Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren. 

Mrimbo besteht aus vier selbständigen Gemeinden - Uuwo, Kirimeni, Kondiki und Maringa - jede Gemeinde hat eine Grundschule.

Im Nachbarort Shokony befindet sich die Vunjo Secondary School und die Makerere Primary School.


Die Schulen

Maringa Chini Primary School                                                                         
Ortsteil Maringa


Klassen 1 bis 7
355 Kinder und Jugendliche

Schulleiter Mr. R. Kombe




Maring'a Juu Primary School

Ortsteil Kondiki

Klassen 1 bis 7
441 Kinder und Jugendliche
Schulleiter Mr. J. Jonathan


Uuwo Primary School

Ortsteil Uuwo

Klassen 1 bis 7
271 Kinder und Jugendliche
Schulleiter Mr. Sooi





Kirimeni Primary School

Ortsteil Kirimeni

Klassen 1 bis 7
446 Kinder und Jugendliche
Schulleiter Mr. K. Shao




Markerere Primary School

Ortsteil Shokony

Klassen 1 bis 7
208 Kinder und Jugendliche
Schulleiter Mr. B. Mbuya


Vunjo Secondary School 

Ortsteil Shokony 

Klassen 8 bis 13
600 Kinder und Jugendliche
Schulleiterin Mrs. S. Mosha 


Das Schulsystem


Erst als die ersten Missionare eintrafen, entwickelte sich langsam ein modernes Bildungswesen in Form von verschiedenen Schulen. Besonders das britische Schulsystem hatte großen Einfluss. Vorher lernten die Kinder nur in den Familien. In den letzten Jahren steckt das Bildungswesen jedoch wieder in der Krise. Tansania ist von den Ländern, die das Bildungsniveau ihrer Bevölkerung statistisch erfassen, das Schlusslicht. Dadurch, dass für die nun kostenlose Grundschule Schulpflicht vom 7. bis zum 14. Lebensjahr für alle Kinder besteht, gibt es nicht genug Schulen und Klassenräume.

Die Schulen sind sehr einfach ausgestattet. Meistens besitzen die Fenster kein Glas, es gibt keinen Strom und der Boden besteht aus Lehm. Da der Staat kein Geld für Lehrmittel hat, gibt es nur sehr wenige kostenlose Bücher, die meistens nur für das Lehrpersonal reichen. In einer Klasse lernen 50 - 80 Schüler und Schülerinnen, teilweise auch mehr. Auf den Schulbänken (eine ist für zwei Kinder gedacht), sitzen  hier oftmals fünf! 

Die Grundschule   ("shule ya msingi")

Der Unterricht beginnt um 9.00 Uhr und endet gegen 15.30 Uhr.  Gegen 13.30 Uhr wird das Mittag-essen ausgeteilt. Am Nachmittag säubern die Schüler gemeinsam die Schule und arbeiten im Schulgarten. Unterrichtssprache ist Kiswahili. Ab dem dritten Schuljahr wird der Englischunterricht aufgenommen. Am Ende der sieben Jahre Grundschule müssen die Schüler eine Abschlussprüfung belegen.

Die Grundschule (Primary School) umfasst 7 Jahre. Anschließend besteht die Möglichkeit eine  handwerkliche Ausbildung zu machen.

Die Sekundarschule   ("shule ya sekondari")

Die Secondary School ist eine Tagesschule oder ein Internat. Nur 7% der Jugendlichen in Tansania können diese Schulen besuchen. Dies liegt daran, dass sich die Eltern entweder das Schulgeld nicht leisten können, oder die Schüler die Abschlussprüfung der Grundschule beziehungsweise die Aufnahmeprüfung der Sekundarschule nicht bestehen.

Auch hier säubern die Schüler zusammen die Schule nach dem Unterricht. Dieses Ritual wird fortlaufend vom Kindergarten an gepflegt. Es fördert vor allem die Gemeinsamkeit.

Da es nicht sehr viele Lehrer auf den Sekundarschulen gibt, können die Schüler selten wählen, welche Fächer sie belegen möchten. Für viele Schüler ist es auch sehr schwer dem Unterricht zu folgen, denn vom ersten Tag an wird nur Englisch gesprochen.

Die Secondary School umfasst 6 Schuljahre, die in zwei Stufen gegliedert ist.

- die lower Secondary School dauert 4 Jahre. Anschließend besteht die Möglichkeit  eine weiterführenden berufsbezogenen Schule zu besuchen.

- die upper Secondary School geht 2 Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss der  Sekundärstufe II, ist der Besuch einer der zwei Universität in Tansania möglich.

Auswirkungen von Aids

Tansania ist eines der Länder, welches am schlimmsten von Aids betroffen ist. Erziehung und Bildung sind mit die wichtigsten Mittel zur Eindämmung von HIV/Aids. Das Bildungssystem ist durch den Virus geschwächt. Im Durchschnitt sterben pro Woche hundert Lehrer. In manchen Regionen nimmt die Schülerzahl kontinuierlich ab, da sie zu Hause kranke Familienmitglieder pflegen müssen oder weil viele Kinder schon selbst infiziert sind und zu Hause bleiben müssen. Partnerschaften versuchen dies zu ändern, da die Schulausbildung gewährleistet, dass die jungen Menschen Entstehung und Verhütung von Aids begreifen und verantwortungsvoll handeln.